ESI verkündet die Top 10 Projektmanagement Trends für 2012
Kollaboration gewinnt aufgrund zunehmender Komplexität von Projekten an Bedeutung
London, UK – 5. Januar 2012 — Projekte werden zunehmend komplexer. Insofern ist in 2012 eine gute
Zusammenarbeit zwischen Projektteam, Stakeholdern und Unternehmensführung wichtiger denn je. Die
Anwendung neuer Techniken und Herangehensweisen an Projekte gemäß den Vorgaben des Kunden, innovative
Projekttools und eine weitere Optimierung des Ressourcenmanagements werden erforderlich sein, um das
Business weiter voranzutreiben. Aber nicht nur das Projektmanagement als solches hat sich gewandelt, sondern
auch die Definition von „Projekterfolg“, der inzwischen mehr als nur das „Magische Dreieck“ umfasst. Das Prinzip
der Kollaboration zieht sich wie ein roter Faden durch die Top 10 Projektmanagement Trends für 2012, die von
einem weltweiten Expertenteam von ESI International ermittelt wurden.
1. Programme Management gewinnt an Bedeutung – Ressourcenknappheit bleibt
Zunehmend wird erkannt, dass es sich bei vielen „Projekten“ in Unternehmen gar nicht um Projekte, sondern
vielmehr um Programme handelt. Programme erfordern jedoch besondere Fähigkeiten und den Einsatz
bestimmter Tools und Techniken, um erfolgreich durchgeführt werden zu können. Für viele Unternehmen
gestaltet es sich als schwierig, Mitarbeiter mit den entsprechenden Kenntnissen zu finden. Daher fehlt es ihnen
häufig an den erforderlichen Managementtechniken, um den Erfolg des Unternehmens langfristig sicherstellen zu
können. 2012 wird ein Jahr, in dem vermehrt in Kompetenzmodelle und Trainingsmaßnahmen, in die Entwicklung
und den Einsatz von Methoden, Tools und Techniken sowie in die Planung des Karrierepfads investiert wird, um
Programme Manager auf ihre Aufgaben vorzubereiten.
2. Software wird für die Teamarbeit in Projekten ein entscheidender Faktor
Die Nutzung von Gemeinschaftssoftware wie z.B. Microsoft’s SharePoint® wird auch in 2012 weiter zunehmen.
Getrieben von virtuellen und immer komplexer werdenden Projekten in Verbindung mit knappen Projektbudgets,
steigt der Bedarf an effizienter Kommunikation und einem sinnvollen Workflow-Management. Gute Teamarbeit
ist ein zentraler Bestandteil des Projektmanagements. Eine Plattform auf der Informationen erfasst, abgelegt
und geteilt werden können und die gleichzeitig bestimmte Funktionen wie automatische Weiterleitung und
Benachrichtigung, Versionenkontrolle und Benutzererkennung bietet, kann die Produktivität eines Projektteams
signifikant erhöhen.
3. Wissenstransfer ist das neue Mantra – bei weiterhin unzureichend strukturierter Umsetzung
Wissenstransfer – sprich die Fähigkeit, Gelerntes im Job anzuwenden – wird für PMO Führungskräfte und
Personalentwickler, die von ihren Projektmanagern erwarten, dass sie Trainingsinhalte umgehend in ihren
laufenden Projekten anwenden, auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Obwohl sich Personalentwickler
einig sind, dass eine konsequente Weiterbildung der Mitarbeiter für jede Organisation wichtig ist, werden auch
2012 nur wenige Unternehmen entsprechend handeln. Viele Organisationen betonen die enorme Bedeutung des
Wissenstransfers, ohne jedoch einen Prozess zu implementieren, der diesen Transfer tatsächlich sicherstellt.
4. Agile Methoden und Wasserfallmodelle verschmelzen zu „hybriden“ Ansätzen
Indem sich das Agile Projektmanagement in den letzten Jahren von einem Manifest zu einem „Mainstream-
Ansatz“ entwickelt hat, hat es viele Projektteams mit der Problematik eines experimentellen und
hyperkollaborativen Ansatzes konfrontiert. Um in Unternehmen zumindest Bestandteile der Agilen Methode
einzuführen, kombinieren Unternehmen klassische und agile Elemente und entwickeln so ihre eigenen
Mischformen. In einzelnen Bereichen wie der Planung, der Kommunikation und den Anforderungen entwickeln
Organisationen oftmals eine an den Wünschen des Kunden orientierte Methodik.
5. Gute Investitionen erfordern enges Zusammenspiel zwischen Projekt- und Prozessmanagement
In der Finanzindustrie – insbesondere in der Versicherungsbranche – liegt ein Hauptaugenmerk auch weiterhin
darauf, betriebliche Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten, um die laufenden Kosten zu senken.
Folglich hat sich das Prozessmanagement zu einem Schlüsselfaktor bei der Projektauswahl entwickelt. Bei
der Entscheidung für oder gegen ein neues Projekt wird dessen Wert für das Unternehmen vor allem danach
bemessen, welche Auswirkung es auf die Prozesse des Unternehmens haben wird. Je mehr ein Projekt
dazu beiträgt, die Kosten zu reduzieren, desto besser sind seine Chancen. Angesichts der Bedeutung, die
effizienten Prozessen beigemessen wird, ist Prozessmanagement in jedem Fall ein Schlüsselkonzept, mit dem
Projektmanager vertraut sein sollten.
6. Interne Zertifizierungen machen der PMP® Zertifizierung Konkurrenz
Mit etwa 470.000 PMP® zertifizierten Projektmanagern weltweit ist die PMP® Zertifizierung noch immer die
populärste und am weitesten verbreitete Zertifizierung im Projektmanagement. Allerdings hat die PMP®
Zertifizierung des PMI nicht in jeder Organisation den gleichen hohen Stellenwert. In vielen Behörden der
öffentlichen Hand sowie in zahlreichen Fortune-Global-500-Unternehmen drängen interne Zertifizierungen die
PMP® Zertifizierung in den Hintergrund. Das bedeutet, auch wenn die PMP® Zertifizierung weiterhin großes
Ansehen genießt, ist sie nur eine Stufe auf der persönlichen Karriereleiter eines Projektmanagers.
7. Project Management Offices (PMO) bewerten ihre Effektivität anhand der Geschäftsergebnisse
Obwohl der Einsatz einschlägiger Tools und Techniken, regelmäßige Trainingsmaßnahmen und die Anzahl
zertifizierter Projektmanager zweifelsfrei wichtige Kennziffern für PMOs sind, sagen diese letztlich nichts über die
Effektivität des PMO und dessen Bedeutung für das Business aus. Um die Effektivität eines PMO richtig bewerten
zu können, müssen PMOs analysieren, inwieweit ihre Arbeit einen messbar positiven Einfluss auf das Business
als Ganzes hat. Entsprechende Kennziffern könnten die Reduzierung gefährdeter Projekte, eine Verringerung der
Fluktuation unter den Projektmanagern oder die schnellere Erlangung der Marktreife bei der Entwicklung neuer
Produkte sein. Im Jahre 2012 wird somit vor allem die Messung des Outputs –nicht des Inputs – an Bedeutung
gewinnen.
8. Gute Projektmanager sind weiterhin gefragt
Obwohl die Arbeitslosenquoten in vielen Ländern der Erde enorm sind, werden qualifizierte Projektmanager,
die das Einmaleins des Projektmanagements beherrschen, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gesucht.
Der Bedarf an Know-how im Projektmanagement – vor allem im Bereich Risikomanagement – wird 2012 weiter
zunehmen. Insbesondere in aufstrebenden Märkten wie Indien und China, wo eine große Fluktuation unter
Projektmanagern herrscht, ist die konsequente Aus- und Weiterbildung von Fachkräften entscheidend.
9. Kundenorientierung bedrängt das “Magische Dreieck”
Viele Jahre waren fast ausschließlich die Parameter Kosten, Zeit und Umfang („Magisches Dreieck“)
entscheidend bei der Beurteilung, ob ein Projekt erfolgreich war. Inzwischen gelangt man jedoch immer häufiger
zu der Erkenntnis, dass nicht allein diese Kriterien für den Projekterfolg maßgeblich sind. Zum einen werden
die Parameter Risiko und Qualität zu Recht als weitere „Auflagen“ angesehen. Zum anderen verfestigt sich der
Trend, ein Projekt vor allem nach seinem Nutzen für die Organisation zu bewerten. Entsprechend einer neuen
Definition des „Projekterfolgs“ kann ein Projekt durchaus Zeitrahmen und Budgetvorgaben überschreiten, so
lange das Projekt in der Beurteilung des Kunden ein Erfolg ist.
10. HR Fachleute nutzen Assessments, um die Leistungsfähigkeit von Projektmanagern zu messen
Da Projektmanagement in vielen Unternehmen eine immer wichtigere Organisationsform einnimmt, wird es
zunehmend erforderlich, die Leistungsfähigkeit von Projektmanagern zu bestimmen. Personalverantwortliche
stehen dabei vor der Herausforderung, dass es das perfekte Assessment Tool noch immer nicht gibt, um
die leistungsfähigsten Projektmanager zu identifizieren. Gängige Knowledge & Skills Assessments sind nur
begrenzt anwendbar, da sie sich kaum für die Beurteilung von Einstiegspositionen eignen. Darüber hinaus dürfen
Kandidaten nicht ausschließlich nach ihren fachlichen Fertigkeiten beurteilt werden. Genau so wichtig ist die Messung der sozialen Kompetenzen und der Business Skills. Personalverantwortliche werden ihre Suche nach
entsprechenden Assessments in 2012 daher intensivieren.
„Von der steigenden Bedeutung sozialer Netzwerke und Kommunikationsmedien über die strukturierte Einführung
kollaborativer Tools durch das PMO bis hin zur stetigen Zunahme von ‚Communities of Practice’, erreichen
wir nun sehr schnell einen Punkt“, so LeRoy Ward, PMP, PgMP, Executive Vice President Product Strategy
& Management bei ESI International „an dem Projektmanagementorganisationen, die die Möglichkeiten
kollaborativer Technologien nicht nutzen, das Risiko eingehen, den Anschluss an eine der viel versprechendsten
Kombinationen von Synergien zu verpassen.“
Mediakontakt:
Till Strödter
Marketing Manager
tstroedter@esi-intl.com
Tel. +49 (0)69 244 327-3795
Über ESI International
ESI, ein Unternehmen der Informa plc (LSE: INF), unterstützt Unternehmen auf der ganzen Welt, ihr Projekt-,
Vertrags-, Anforderungs- und Lieferantenmanagement durch innovatives Lernen zu verbessern. Neben über
100 Trainingskursen, die in mehr als einem Dutzend Sprachen an hunderten von Veranstaltungsorten weltweit
durchgeführt werden, bietet ESI verschiedene Zertifizierungsprogramme durch unseren akademischen Partner
George-Washington-University in Washington D.C. Seit seiner Gründung im Jahre 1981 liegt der Hauptsitz von
ESI in Arlington, im US-Bundesstaat Virginia. Bis zum heutigen Tag haben mehr als 1,35 Mio. Fachkräfte von
einem ESI Training profitiert. Nähere Informationen unter www.esi-intl.de
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